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Wie Ihnen Prepaid Kreditkarten das Leben erleichtern

Wie oben schon erläutert, ist das Geld überweisen ohne Konto auch ganz bequem online möglich, wenn Sie eine Visa- oder Mastercard besitzen. Prepaid Kreditkarten haben gegenüber regulären Kreditkarten den Vorteil, dass Sie fast jeder erhält.

Dabei gibt es drei verschiedene Typen von prepaid Kreditkarten. Die sogenannten Tankstellenkarten, die ähnlich wie früher Telefonkarten verkauft werden, wiederaufladbare Prepaid-Kreditkarten und Prepaid-Kreditkarten, die gleichzeitig eine Kontofunktion haben, was im übrigen die einfachste Art und Weise ist, wieder an ein Bankkonto zu kommen.

Geldüberweisen ohne Konto ist dann für Sie ein Problem, das der Vergangenheit angehört. Nachfolgend stellen wir Ihnen alle drei Kartentypen näher vor.

Prepaid Kreditkarten von der Tankstelle

Seit einiger Zeit werden Prepaid Kreditkarten auch an der Tankstelle verkauft.

In Deutschland ist die „mycard2go“ von der Wirebank am bekanntesten. Die Funktionsweise der Karten ist aber, unabhängig vom Herausgeber, dem Grunde nach immer die gleiche.

Sie kaufen die Karte an der Tankstelle und können diese einmalig bis zu maximal 100 Euro aufladen. Anschließend müssen Sie die Karte aktivieren, was bei der Wirebank zum Beispiel per SMS oder via Internet möglich ist. Für die Karte selbst zahlen Sie eine stattliche Gebühr von fast zehn Euro, was Angesichts der Tatsache, dass Sie damit nur 100 Euro umsetzen können, exorbitant ist.

Oft liest man im Internet, selbst auf seriösen Seiten, dass es sich dabei um 100 Euro im Monat handelt. Das ist aber eine Fehlinformationen. Die 100 Euro sind der maximal mögliche Gesamtladebetrag. Zwar besteht die Möglichkeit, das Aufladelimit nach durchlaufen des Postident-Verfahrens zu erhöhen, aber dann kommen weitere Gebühren auf Sie zu.

Die Prepaid Kreditkarten von der Tankstelle eignen sich deshalb wirklich nur für einige wenige Zwecke. Zum einen bietet sich dieses Zahlungsmittel dann an, wenn Sie eine Zahlung unbedingt anonym abwickeln wollen. Allerdings müssen Sie dabei bedenken, dass bei der Aktivierung, auch wenn Sie diese über das Internet erledigen, ein Code an Ihr Handy gesandt wird. Wirklich anonym bleiben Sie also nur, wenn Sie noch eine alte Prepaid-Handykarte besitzen, die Sie anonym erworben und nicht auf Ihren Namen angemeldet haben. Andernfalls können Sie Ihre Identität zwar vor Ihrem Geschäftspartner verbergen, nicht aber vor den Ermittlungsbehörden.

Für das Geld überweisen ohne Konto sind diese Kreditkarten schon alleine wegen des geringen Aufladebetrags ungeeignet. Zumindest bei der Wirebank ist es auch nicht möglich, mehr als eine Karte über dieselbe Handynummer freischalten zu lassen. Mehrere Karten zu kaufen macht also nur Sinn, wenn Sie auch über mehrere Handynummern verfügen.

Für das Geld überweisen ohne Konto sind Kreditkarten von der Tankstelle deshalb nur eine Option, wenn Sie einmalig einen kleinen Betrag überweisen möchten oder keine andere Karte bekommen können, weil Sie über kein gültiges Ausweisdokument verfügen. In allen anderen Fällen nutzen Sie besser einen anderen Kartentyp.

Wiederaufladbare Prepaid Kreditkarten

Wiederaufladbare Prepaid Kreditkarten sind eine Methode, um auch das Geld überweisen ohne Konto bequem vom Computer aus zu erledigen. Das Angebot ist hier enorm groß, gleichzeitig gibt es große Unterschiede bei den Preisen und der Leistungsfähigkeit.

Sehr praktisch und preislich im Mittelfeld liegend sind die Prepaid-Kreditkarten der Reisebank. Diese haben den großen Vorteil, dass Sie sie direkt am Schalter kaufen und aufladen und danach sofort nutzen können. Eine Aktivierung oder Freischaltung ist nicht erforderlich. Da diese Karten nicht, wie alle anderen, mit der Post versandt werden, eignen sie sich auch für Obdachlose oder Personen ohne festen Wohnsitz.

Beim Kauf der Karte müssen Sie ein gültiges Ausweisdokument (Personalausweis oder Reisepass) vorlegen. Sie werden auch nach einer Adresse gefragt, diese wird aber nicht überprüft. Wenn Sie mittlerweile im Wohnmobil oder auf der Straße leben, können Sie problemlos die Adresse angeben, unter der Sie zuletzt gemeldet waren.

Beim Kauf der Karte erhalten Sie sofort zwei Kuverts ausgehändigt, von denen das eine die Karte nebst Daten für die Onlineverwaltung und das zweite die PIN enthält. Nach der Registrierung, die freiwillig erfolgt, können Sie den Kartenstand und die getätigten Transaktionen online prüfen. Sie können die Karte beim Kauf sofort aufladen oder dies erst später tun, wenn Sie sie tatsächlich nutzen möchten. Bei jeder Baraufladung müssen Sie sich allerdings erneut ausweisen. Eine Baraufladung ist nur in Filialen der Reisebank möglich.

Eine Schufa-Abfrage oder eine anderweitige Überprüfung Ihrer Bonität erfolgt weder beim Kauf der Karte noch später.

Die Reisebank gibt zwei unterschiedliche Prepaid-Mastercards heraus, die sich grundsätzlich beide für das Geld überweisen ohne Konto eignen. Im Angebot sind die Travelcard und die Reisebank Mastercard.

Die Travelcard hat einen Ausgabepreis von 30 Euro, hinzu kommt eine monatliche Gebühr von einem Euro. Im ersten Jahr kostet Sie die Karte also 42 Euro, danach 12 Euro. Hinzu kommen noch Gebühren für das Aufladen von einem Euro pro Aufladung. Der Mindestbetrag je Aufladung beträgt 30 Euro. Eine detaillierte Übersicht über die Gebühren finden Sie unter dem obigen Link.

Die Reisebank Mastercard kostet 40 Euro, darin sind die ersten beiden Jahresgebühren aber bereit enthalten. Danach kostet die Karte 15 Euro pro Jahr, eine Monatsgebühr kommt nicht hinzu. Eine detaillierte Gebührenaufstellung finden Sie auch für dieses Produkt unter dem vorstehen Link.

Der große Vorteil der Mastercard gegenüber der Travelcard besteht darin, dass erstere nicht nur bar am Schalter einer Reisebankfiliale, sondern auch per Banküberweisung aufgeladen werden kann. Sollten Sie später wieder einmal ein Bankkonto haben oder Ihnen Freunde und Verwandte Geld überweisen wollen, ist das über jede im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) ansässige Bank möglich.

Die Überweisung muss auf die IBAN: DE28 5123 0800 0000 0680 16 erfolgen. Allerdings darf als Verwendungszweck ausschließlich Ihre 16-stellige Referenznummer genannt werden, so dass sich diese Karte nicht zum Empfang von Gehaltszahlungen oder ähnlichem eignet. Ihre Referenznummer finden Sie übrigens auf dem Kassenbon, den Sie beim Kauf der Karte erhalten, sowie auf jeder Quittung für eine Bareinzahlung. Die Referenznummer beginnt mit den Ziffern 7589.

Prepaid Kreditkarten mit Kontofunktion

Viabuy Kreditkarte

Für viele Leser kann das Geld überweisen ohne Konto schon bald der Vergangenheit angehören. Mittlerweile gibt es nämlich auch Prepaid Kreditkarten, die über eine eigene IBAN und eine Kontofunktion verfügen.

Eines des bekanntesten Produkte ist das britische Viabuy. Dabei handelt es sich um eine Prepaid-Mastercard mit Kontofunktion. Jede Viabuy Prepaid Kreditkarte verfügt über eine eigene britische IBAN, unter der Geld in Euro empfangen und auch versandt werden kann. Das Konto und die Karte können Sie bequem online verwalten.

Die Kreditkarte von Viabuy ist allerdings keine vollwertige Mstercard, wie sie z.B. für das Mieten eines Autos notwendig wäre. Sondern es handelt sich eben um prepaid Kreditkarten.

Darüber hinaus erhalten Sie die Karte zwar tatsächlich innerhalb kürzester Zeit zugesandt, nutzen können Sie Konto und Karte aber erst, nachdem die Verifizierung abgeschlossen ist. Dazu müssen Sie die Kopie eines Ausweispapieres und eine „Utility Bill“ hochladen. Als Ausweispapier akzeptiert Viabuy auch Führerschein oder Aufenthaltsgenehmigung. Eine Utility Bill ist die Rechnung eines Versorgungsunternehmens (Strom-, Gas-, Wasserversorger oder Müllabfuhr). Das Schreiben muss an die Adresse gesandt worden sein, unter der Sie auch die Karte erhalten haben.

Bei deutschen Staatsbürgern reicht auch der Personalausweis, da dieser die Adresse enthält. Eine Bonitätsüberprüfung erfolgt nicht.

 

Pfändungsfreies Konto (P-Konto):

Alle Leser, die von Pfändungsversuchen geplagt werden, dürfte auch interessieren, dass es sich bei Viabuy nicht um ein Bankkonto im Rechtssinne handelt, welches der zentralen Meldepflicht unterliegt. Gläubiger, ja selbst das Finanzamt, können dieses Konto also nur schwer aufspüren.

Weststein Card

Viabuy ist kein schlechtes Produkt, aber mit einer Einmalgebühr von fast 70 Euro und einer Jahresgebühr von fast 20 Euro nicht gerade billig. Mittlerweile gibt es für prepaid Kreditkarten eine Alternative aus dem benachbarten Irland, deren Fixkosten deutlich niedriger ausfallen.

Weststein bietet seine Prepaid-Mastercard mit Onlinekonto deutlich günstiger an. So wird hier nur eine monatliche Servicegebühr von einem Euro (1€)/Monat) fällig. Bei Weststein erhalten Sie eine Karte mit irischer IBAN, unter der Sie SEPA-Zahlungen in Euro empfangen und tätigen können. Jede Transaktion kostet Sie hier allerdings 55 Cent.

Wenn Sie mehr über die Weststeincard erfahren möchten:

Diese Gebühren pro Überweisung entfallen bei Viabuy. Wenn Sie sehr viele Zahlungen abwickeln, könnte Viabuy trotz der hohen Grundgebühr der günstigere Anbieter sein.

Eine Pfändung durch ausländische Gläubiger ist auch bei dem Produkt von Weststein eher unwahrscheinlich. Eine Bonitätsüberprüfung findet ebenfalls nicht statt. Wenn Sie die Bankverbindung wegen des Pfändungsrisikos nicht jedermann offenlegen wollen, dann sollten Sie besser am Geld überweisen ohne Konto festhalten und Western Union oder MoneyGram zwischenschalten.

Mit Hilfe der Prepaid Kreditkarte funktioniert das Geld überweisen ohne Konto dann ja ganz bequem vom Rechner aus. Personen, denen Sie vertrauen, können Sie die Bankverbindung nennen. Diese darf Ihr Arbeitgeber übrigens nicht an Dritte, auch nicht an Gläubiger mit Pfändungsbeschluss, weitergeben.

Bankomo

Wenn Sie nicht auf der Flucht vor Ihren Gläubigern, sondern einfach aus anderen Gründen nicht Kreditwürdig sind, gibt es auch eine deutsche Lösung.

Bankomo ist ein Produkt der Reisebank, die unter dieser Marke ein Girokonto nebst Prepaid-Mastercard für jeden anbietet, der ein Smartphone hat. Das Konto und die Karte können Sie nur mittels einer App nutzen, die für Android und Apple angeboten wird. Sie brauchen also ein entsprechendes Handy oder Tablet.

Die Kontoeröffnung erfolgt ohne Bonitätsprüfung, allerdings wird Ihre Identität geprüft. Das erfolgt mittels VideoIdent-Vefahren. Sie erhalten einen Anruf von den Bankomo-Mitarbeitern und müssen dann Ihr Ausweisdokument in die Webcam halten. Alternativ können Sie sich auch für das PostIdent-Verfahren entscheiden oder eine Filiale der Reisebank aufsuchen, um sich dort auszuweisen.

Bankomo wendet sich explizit an Menschen mit Migrationshintergrund, die hier herzlich willkommen sind. Das Geld überweisen ohne Konto kann deshalb auch für diese Kundengruppe bald der Vergangenheit angehören. Zumindest auf nationaler Ebene, international kann das Geld überweisen ohne Konto mit Western Union oder Money Gram durchaus billiger sein. Vor einer Auslandsüberweisung außerhalb des SEPA-Raums lohnt sich ein Preisvergleich.

Bankomo kostet übrigens inklusive Prepaid-Kreditkarte 4,90 Euro im Monat. Darin sind außerdem 140 Transaktionen pro Jahr enthalten, danach kostet jede ein- oder ausgehende Zahlung 25 Cent.

Prepaid Kreditkarte aufladen:

Sie können übrigens Ihre neue prepaid Kreditkarte einfach aufladen, indem Sie eine Bareinzahlung bei Western Union oder Moneygram tätigen, so wie hier beschrieben. Dann wird Ihre Einzahlung als Guthaben auf das Konto zu Ihrer prepaid Kreditkarte überweisen.

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